• Tom Clancys: Ghost Recon Future Soldier Beta Review


    Tom Clancys:Ghost Recon Future Soldier
    Beta Review


    Was lange währt wird endlich gut, so ein bekannter Satz aus dem Volksmund, ob das aber in diesem Fall auf Tom Clancys: Ghost Recon Future Soldier auch zutrifft bleibt abzuwarten.
    Von Fans der Serie sehnsüchtig erwartet, schleppt sich die Entwicklung des Titels nun schon seit mehreren Jahren dahin und hat in seinem Prozess Unsummen verschlungen. Böse Zungen munkelten gar man habe das Projekt eingestampft.

    Gott sei Dank ist es nicht so gekommen, und Entwickler Ubisoft bietet seit einigen Tagen einem ausgewähltem Publikum die Möglichkeit selber Hand anzulegen an den Multiplayer Part von Ghost Recon Future Soldier. Ob der Third-Person Taktik-Shooter aus der Masse hervorstechen kann, oder ob er nur ein weiters Glied in der Kette militärischer Einheitsbreishooter ist wollte ich herausfinden.

    Wie mein Eindruck zu Ghost Recon Future Soldier ist, könnt ihr in den folgenden Zeilen herausfinden.


    Die Geister sind los

    In der Multiplayer-Beta von Ghost Recon Future Soldier werdet ihr zusammen mit sieben Freunden auf verschiedene Schlachtfelder geschickt, um als Teil des spezialsten Special-Ops Teams, das jemals das Angesicht der Erde betreten durfte, euren Gegner das Fürchten zu lehren. So weit die Theorie.

    Wie man GRFS erlebt, hängt ganz davon ab mit wem man es erlebt. Wichtig ist es wirklich, dass man sich miteinander verständigt, ohne Kommunikation läuft gar nix, und COD Rambos sind die ersten die an der Frontlinie fallen. Auf den Punkt gebracht: Der Unterschied zwischen Spaß und Frust liegt daran, ob ich mit Freunden oder mit Fremden spiele. Natürlich gilt das auch für jeden anderen Shooter, aber bei GRFS noch mal ein bisschen mehr.


    Die üblichen Verdächtigen

    Euch stehen die 3 üblichen Klassen zur Auswahl: Recon, Assault und Engineer.

    Der Recon ist mit Scharfschützengewehren und mit Maschinenpistolen mit kurzer Reichweite unterwegs. Ihm stehen nicht tödliche Granaten zur Auswahl, und er hat die Eigenschaft eine Camouflage anzuwenden, die ihn praktisch unsichtbar macht. Diese hält solange bis er sich entweder bewegt oder einen Schuss abfeuert. Zur Auswahl stehen ihm mehrere Ausrüstungsgegenstände die man im Verlauf des Spiels freischalten kann, unter anderem Medikits, verbesserte Tarnung, Claymore, usw.



    Die Assault-Klasse verfügt über Sturmgewehre und leichte Maschinengewehre. Als einzige Klasse besitzt sie tödliche Granaten. Zu den Gegenständen die man mit ihr freischalten kann gehören: Munitionsbox und Medikit.

    Der Engineer hat kleinkalibrige Waffen wie die PDR-C, die man aus Battlefield kennt, und Schrotgewehre. Er besitzt auch nur nicht tödliche Granaten, zu dem hat er einen Sensor den er wie eine Granate ins Feld werfen kann, und der dann Gegner sichtbar macht, indem man sie rot umrandet durch Wände sehen kann. Dieser Effekt dauert allerdings nur ein paar Sekunden. Zu seinen freischaltbaren Objekten zählen UAVs, Geschütztürme, Störsender, usw.


    Beim Spielmodus „Konflikt“ handelt es sich um Auftragsbasierte Objekte, wie z.B. zünde einen EMP der sich irgendwo auf der Karte befindet, oder schalte Zielperson XY aus, während diese Person versuchen muss an ein Datengerät zu kommen um irgendwelche Informationen hochzuladen.

    Für das Erfüllen gibt es Punkte, wenn am Ende einer Runde gleichstand herrscht, dann entscheiden Team-Aktionen über den Sieg. Team -Aktionen sind Aktionen, wie der Name es schon sagt, die ihr gemeinsam im Team verrichtet. Z.B. dauert das Hacken eines EMP-Gerätes länger wenn keiner eurer Teamkollegen in eurer Nähe ist um auf euren Rücken aufzupassen. So forciert euch das Spiel quasi dazu im Team zu arbeiten.

    Im Modus „Saboteur“ liegt eine Bombe in der Mitte der Map und jedes Team muss versuchen die Bombe einzusammeln um sie dann in der generischen Base zu zünden. Wird die Bombe nicht gezündet, geben auch hier wieder Teamwork-Aktionen den Ausschlag.

    In der Vollversion sollen natürlich noch weitere Modi Einzug in das Spiel erhalten.


    Pro und Cotra der Technik

    Man sollte meinen, dass der Engineer mit seinem Sensor oder Recon mit seiner Tarnfähigkeit einen unfairen Vorteil haben, ich aber empfand das zu keinem Zeitpunkt so. Natürlich wurde ich schonmal von einem Recon aus dem nichts heraus abgeschossen, das passierte aber auch nur wenn ich über offenes Gelände gerannt bin. In GRFS geht es darum von Deckung zu Deckung zu rennen, kurz umsehen, Bewegungssensor werfen und weiter. Gemeinsam mit Kollegen wechselt man sich ab, der eine gibt Feuerschutz während der andere in die nächste Deckung rennt, da kommt richtiges Special Ops Feeling auf.

    Dazu trägt auch die intuitive Steuerung und das etwas ungewöhnliche Deckungssystem bei, denn anders als in den meisten anderen Third-Person Shootern lauft ihr nicht von selbst in die Deckung. Während ihr an einer Wand gelehnt seid, könnt ihr wenn ihr die Kamera bewegt, euren nächsten Punkt, an dem ihr Stellung beziehen möchtet ausmachen. Dann erscheint ein blauer Pfeil, nun müsst ihr nur noch die Sprint-Taste gedrückt halten und euer Soldat rennt von alleine in die nächste Deckung. Das hat den Vorteil, dass wenn ihr in Feuergefechten seid, ihr während des laufens z.B. mit dem Steuerkreuz einen Gegenstand oder eine Granate auswählt und diesen sofort, in der Deckung angekommen, auf eure Gegner werfen könnt. Das erhöht die Geschwindigkeit des Gameplays ungemein, was den Titel um einiges schneller macht als vergleichbare Spiele wie Socom.

    Und da kommen wir dann auch gleich zum großen Kritikpunkt von GRFS. Es ist als ob die Entwickler sich aktuelle Kriegs-Shooter zum Vorbild genommen hätten und versucht haben die Geschwindigkeit eines Call of Duty mit der taktischen Finesse eines Socom zu kombinieren. Das resultiert dann, gerade auf der kleineren der beiden Maps, darin dass das schwächere Team gnadenlos in ihrer Base eingecampt wird und kaum eine Chance hat dem zu entkommen. Außerdem ist die Diskrepanz zwischen einem Team, in dem die meisten ein hohes Level, und somit viel freigeschaltet haben, und einem Team mit Leuten die ein niedrigeres Level haben, einfach zu hoch. Man ist gnadenlos unterlegen, und das kann schnell zu Frust führen. Das hätte man auch anders regeln können.

    Die Animationen sind flüssig und sehen gut aus, optisch macht das Spiel einen soliden Eindruck. Nahkampfaktionen sind toll in Szene gesetzt und wenn ihr einen Gegner betäubt, könnt ihr ihn hacken und somit die Positionen aller Gegner für euch und eure Teamkameraden sichtbar machen.



    Pimp my Weapon

    In Ghost Recon Future Soldier habt ihr Chance euren Soldaten optisch wie auch technisch aufzumotzen, obwohl die optischen Möglichkeiten eher dürftig ausfallen, sind die technischen um so vielfältiger.

    Im Waffenmenu werdet ihr gar erschlagen von all den verschiedenen Gadgets die sich zum Upgraden eurer Waffe bieten. Vom Lauf, über den Kolben, bis hin zum Gassystem kann man seine Waffe nach seinen Vorstellungen und Vorlieben aufrüsten. Ihr habt zu dem die Möglichkeit die Verbesserungen an eurer Waffe auf einem Schießstand zu testen bevor ihr euch zum Kauf des Upgrades entscheidet, was sehr nützlich ist, da man sich ja schon mal nicht ganz sicher ist ob man lieber eine höhere Feuerrate oder mehr Stabilität haben möchte.

    Habt ihr irgendwann mal im Laufe des Spiels alle Aufrüstungsgegenstände gekauft, dann könnt ihr bequem per Druck auf das Steuerkreuz entscheiden wie ihr euren Schießprügel am liebsten hättet, und die entsprechenden Gadgets werden automatisch auf die Waffe montiert.

    Unterschieden wird zwischen Kontrolle, Reichweite, Handbarkeit und Abzugskraft.
    Freigeschaltet werden die Waffen und die Ausrüstung durch das Aufsteigen in den Multiplayer Rängen, die Gadgets wiederum werden ausschließlich mit Credit-Points bezahlt, welche ihr auch durch das spielen von Multiplayer-Matches erhaltet.

    Ab bestimmten Levelstufen müsst ihr euch zwischen dem Freischalten von zwei Objekten entscheiden, wollt ihr lieber einen Unterlauf der Rauchgranaten verschießt, oder doch lieber einen Taser mit dem Ihr Feinde betäuben könnt? Sobald man sich für eines der beiden Objekte entschieden hat, fällt das andere komplett weg, daher ist Vorsicht geboten. Aber keine Angst, wenn ihr feststellen solltet, dass euch eure Entscheidungen im nachhinein doch nicht glücklich gemacht haben, könnt ihr mit Hilfe einer Münze alle Freischaltungen rückgängig machen und erneut auswählen.


    Fazit

    Nun ja, ich weiß nicht genau wie ich dieses Spiel einschätzen soll. Ich hatte wirklich eine Menge Spaß beim spielen mit Freunden, doch das ganze sah anders aus als ich alleine bzw. mit Fremden gespielt habe. Natürlich ist das Spiel darauf ausgelegt, das man es mit Freunden oder zumindest mit Leuten spielt, mit denen man auch via Sprachchat kommunizieren kann. Somit wird das Spiel aber nur für Clans und Hardcore-Gamer interessant, die Casual-Spieler gehen wieder zu ihren Cods und BFs zurück. Denn man findet als Gelegenheitsspieler keinen Anschluss, und schon gar nicht wenn das Spiel erstmal ein paar Monate draußen ist, denn dann sind alle so weit hochgelevelt , dass man überhaupt gar keinen Chance mehr hat mitzuhalten. Ich persönlich bezweifle, dass sich GRFS sich gegen die anderen Militär-Shooter da draußen durchsetzen kann. Es wird für einige Wochen, Monate gespielt, aber dann wird die Luft raus sein, denn für eine Langzeitmotivation fehlt dem Spiel einfach das Potenzial.

    Es sei noch angemerkt das die Beta z. Z. massive Probleme hat, Freezes, Verbindungsabbrüche, Probleme mit dem Chat, Lags und ein Haufen witziger und weniger witziger Glitches, die das Spiel teilweise unspielbar machen. Ähnliche Probleme wie sie in der Battlefield 3 Beta vorhanden waren. Hm... vielleicht ist das ja ein gutes Omen für Ghost Recon Future Soldier, wer weiß.
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